Wahl-Blog #nrw17

  • 24. November 2017

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Wahl-Blog #nrw17

Die Wahl ist geschlagen, Österreich hat einen neuen Nationalrat gewählt. Wir berichten live über aktuelle Hochrechnungen, Analysen und erste Statements zur Wahl.

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  • Der österreichische Sozialstaat hat ein besseres Image verdient

    Österreich Politik - Nachrichten - Wiener Zeitung OnlineDer Sozialstaat wird im Wahlkampf von vielen vor allem als Kostenfaktor gesehen. Dabei ist er im Ausland vielen ein Vorbild — weil er vor Armut und die Mittelschicht vor Risiken schützt, weit besser als in Deutschland.
  • Kern warb für Miteinander, die anderen Parteien schäumten

    Österreich Politik - Nachrichten - Wiener Zeitung OnlineIn wechselnden Mehrheiten wollten die Parteien in der letzten Nationalratssitzung vor der Wahl noch eine Reihe von Vorwahlbeschlüssen fällen.
  • "Ich wähl ihm sicher ned den Job weg"

    Glossen - Wiener Zeitung OnlineWarum ein Langzeitarbeitsloser (50 plus), der sein Kreuzl nie bei der SPÖ gemacht hat, es diesmal ausnahmsweise tun wird.
     
  • Mit weinendem Auge ÖVP

    Österreich Politik - Nachrichten - Wiener Zeitung OnlineIn kleinen Bauerndörfern gibt es nur eine Partei, die ÖVP. In manchen Positionen liegen die Bewohner mit der Partei jedoch über Kreuz.
  • "Das ist es, was wir brauchen: Veränderung mit Verantwortung!"

    Danke, dass du mich immer unterstützt, Eveline ❤️

    Klicken Sie hier, um das Facebook-Video zu sehenChristian Kernvia Facebook ein 7:10
    Auch Eveline Steinberger-Kern hat sich noch einmal für ihren Gatten in die Wahlschlacht geworfen...


  • Migration, Steuern, Koalitionen dominierten im TV-Wahlkampf

    Dies ergab eine Medienanalyse der TV-Duelle und Elefantenrunden auf ORF 2, ORF III, ATV und
    Puls 4 durch APA DeFacto für die Zeit des Intensivwahlkampfes im September und
    Oktober. Mit Abstand am meisten wurde dabei über das seit Sommer 2015
    omnipräsente Themengebiet Migration gesprochen.


  • Die Sebastian Kurz unterstützende Prominentenriege hat Zuwachs bekommen: Ex-Skistar und Abfahrtsweltmeister Michael Walchhofer, Ex-Kicker Toni Pfeffer sowie die ehemalige Miss Austria Amina Dagi.
  • Gemeinsam. Danke für alles, Irene! ❤️ #sovielliebe
    Klicken Sie hier, um das Facebook-Video zu sehenMatthias Strolzvia Facebook ein 8:36
    NEOS-Chef Matthias Strolz hat eine besondere Wahlhilfe bekommen: In einem Video  wird er von seiner Frau Irene Strolz-Taferner in höchsten Tönen gelobt.
  • Der Südtiroler Extrem-Bergsteiger Reinhold Messner hat vor einem Rechtsruck in Österreich nach der Nationalratswahl gewarnt. "Ich mag die Partei von Herrn Strache nicht. Wenn sich die ÖVP mit Strache verbündet, werden wir eine Rechtsregierung haben. Aber nicht eine italienische Rechte, sondern eine gefährliche rechte Rechte", so Messner gegenüber der Turiner Tageszeitung "La Stampa" (Donnerstag). Wie bereits gegenüber dem Monatsmagazin "Datum" betonte Messner, dass er mit Kurz keinen Berg besteigen würde und eine entsprechende Anfrage abgelehnt habe. Foto: dpa

  • Was sagt die internationale Presse zum Wahlkampf in Österreich? Ein Auszug:

    "Il Giornale" (Mailand):

    "Jung, schön und konservativ: Österreich liegt Kaiser Kurz zu Füßen. Vergessen Sie Emmanuel Macron: Mit 39 Jahren ist er schon alt. Das neue Wunderkind der europäischen Politik ist Sebastian Kurz.“ (...)

    "Haaretz" (Tel Aviv):

    "Als Ironie der Geschichte findet in Österreich ein neuer politischer Wettbewerb statt: Wer ist der mutigste Anti-Antisemit. Während des derzeitigen Wahlkampfes haben alle österreichischen Politiker versichert, wie sehr sie die jüdische Gemeinde in Österreich schätzen.“ (…)

    "Frankfurter Neue Presse":


    "Falls es so kommt, will sich Österreich von einem 31-jährigen einstigen Jura-Studenten ohne Abschluss regieren lassen, der - wie vor einem Monat der Salzburger Schriftsteller Karl-Markus Gauß schrieb - 'sein ganzes junges Leben als Erwachsener nichts anderes gewesen ist als Politiker'. (…) Unterstützen soll ihn einer mit umfangreich dokumentierter mindestens Nähe zur Neonazi-Szene als junger Erwachsener. 'Interessiert niemanden mehr', finden die Österreicher. Was heißen soll: Das ist Schmutz von gestern.“ (...)

  • Gemeinsam entscheiden wir alle an diesem Sonntag, in welche Richtung unser Land geht. Daher bitte ich Sie: Nehmen Sie Ihr Wahlrecht wahr. (vdb)
    Klicken Sie hier, um das Facebook-Video zu sehenAlexander Van der Bellenvia Facebook am 10:00
    Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft die österreichische Bevölkerung in einem Video auf Facebook dazu auf, bei der Nationalratswahl am Sonntag von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen. Der Wahltag sei einer der "höchsten Feiertage" der Demokratie, und das Wahlrecht sei keine Selbstverständlichkeit, erklärte Van der Bellen.

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    Ein letzter Schlagabtausch in trauter Abneigung

    NationalratswahlFinales TV-Duell: Christian Kern gegen Sebastian Kurz. Eine Nachbetrachtung
  • Rote Phantomschmerzen

    Österreich Politik - Nachrichten - Wiener Zeitung OnlineIn Christian Kerns Heimatbezirk Simmering ist die SPÖ in Opposition. Seit zwei Jahren hadert sie mit dieser Rolle. Können die Simmeringer Genossen der Bundespartei als Vorbild dienen?
  • Unsere deutschen Nachbarn nehmen den heimischen Wahlkampf aufs Korn
     
     
  • Von absolutem Zuwanderungsstopp über "Mindestsicherung light" bis hin zu einem eigenen Integrationsministerium. Wie die Parteien die Asylpolitik gestalten wollen. 
     

    Heikles Thema Migration

    Österreich Politik - Nachrichten - Wiener Zeitung OnlineVon absolutem Zuwanderungsstopp über "Mindestsicherung light" bis hin zu einem eigenen Integrationsministerium. Wie die Parteien die Asylpolitik gestalten wollen.
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    Die Nationalratswahl von A bis Z

    Österreich Politik - Nachrichten - Wiener Zeitung OnlineStimmzettel als Papierflieger, Gemeinden mit Y und Jause im Wahllokal. Wichtiges und Kurioses zur NR-Wahl.
    von michael.ortner bearbeitet von Franz Zauner 10/11/2017 12:09:18 PM
  • FDP-Verstärkung für die NEOS

    "Jetzt geht's zur Wurst": Mit Unterstützung aus Deutschland ist NEOS-Spitzenkandidat Matthias Strolz am Mittwoch durch den Wiener Naschmarkt gezogen. FDP-Chef Christian Lindner durfte dabei nicht nur eine kulinarische Ikone zu sich nehmen, sondern ließ von Strolz auch das Geheimnis lüften, warum Wiener in Österreich Frankfurter heißen: "Zu den eigenen Leuten will man nicht Würstel sagen."
     
    Christian Lindner (FDP), NEOS-Chef Matthias Strolz und Irmgard Griss bei der Labung. APA, Roland Schlager
     
  • Wer versteht Wahlprogramme?

    Deutsche Kommunikationswissenschaftler haben die Wahlprogramme deutscher und österreichischer Parteien durch eine Analyse-Software gejagt. Ihr Resumee: Es mangelt offenbar an Verständlichkeit. 
     
    Die Forscher der Universität Hohenheim in Stuttgart haben nach überlangen Sätzen, Fachbegriffen, Fremdwörtern und zusammengesetzten Wörtern gesucht. Im Durchschnitt liegt die Verständlichkeit der Programme zur Nationalratswahl bei 10,2 Punkten, hieß es. Damit haben die österreichischen Parteien zumindest im Vergleich zu ihren deutschen Pendants die Nase vorn. Bei der Bundestagswahl erreichten die Programme der Parteien lediglich 9,1 Punkte im Schnitt. Beide Werte sind "enttäuschend", meinte Frank Brettschneider von der Uni Hohenheim: "Denn alle Parteien haben sich in den letzten Jahren Transparenz und Bürgernähe auf ihre Fahne geschrieben".
     
    Insgesamt hat das Programm der NEOS mit einem Wert von 11,9 am besten abgeschnitten. Auf dem zweiten Platz folgt die SPÖ mit 11,5 Punkten. Die ÖVP erreicht 10,1 Punkte, die FPÖ 9,8 Punkte. Die Grünen belegen mit 7,7 Punkten den letzten Platz. Beanstandet wurden unter anderem Bandwurmsätze mit bis zu 51 Wörtern bei Grünen und ÖVP, Wortungetüme wie "Untersuchungsausschussverfahren" (Grüne) oder Fachbegriffe wie "Valorisierung" (FPÖ), "Disconnect Weeks" (ÖVP) und "One-Stop-Shop" (Grüne, SPÖ und ÖVP).
     
    Die NEOS waren noch am deutlichsten, befanden die Forscher.
    Foto: APA/Roland Schlager
  • APA/Roland Schlager
     
     
    Gemeinsame Pressekonferenz von Rendi-Wagner und Pilz: "Ja"-Taferln für Kindesunterhalt.
  • Blauer Dampf

    Der Dachverband der österreichischen Dampffachwarenhändler und -hersteller (VFFED) macht Blau: Er sprach eine Wahlempfehlung für die FPÖ aus. Die Freiheitlichen seien die einzigen, die das "Potenzial des Dampfens" erkannt und sich immer wieder im parlamentarischen Alltag gegen die "leider ausufernde Verbotskultur der jetzigen Regierung" gestellt haben, hieß es in einer Aussendung. Ordentlich Dampf abgelassen wurde indes gegen die anderen Parteien: Diese hätten entsprechende Fragen des Fachverbandes entweder gar nicht oder nur unzureichend beantwortet. Einzig die FPÖ habe auf mehreren Seiten ausführlich Stellung bezogen und klare Aussagen getätigt.
  • Die Wahlzellen kommen

    Eine Wahl macht Arbeit. Im Logistikzentrum der Wiener Magistratsabteilung 54 (Zentraler Einkauf) laufen die Vorbereitungen auf den Wahlsonntag auf Hochtouren: Seit Montag werden rund 2.100 Wahlzellen, 930 Wahlurnen, 2.650 Tische, 4.900 Sessel und 1.500 Schreibbretter an die insgesamt 1.493 Wiener Wahlsprengel ausgeliefert, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung des zuständigen Stadtrats Jürgen Czernohorszky (SPÖ).
     
    Schaut unscheibar aus, dahinter steckt aber ein Logistik-Marathon: 2.100 Wahlzellen müssen aufgebaut werden. APA / Roland Schlager
     
     
     
     
    Lediglich an einigen Wahl-Standorten seien die notwendigen Utensilien bereits eingelagert, berichtet der zuständige Stadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ). Die "heiße Phase" der Auslieferung finde am Donnerstag und Freitag statt.
    Ein Großteil der Wahllokale befindet sich in Kindergärten und Schulen, weshalb dort unter anderem auch Schulwarte und Mitarbeiter der Kindergärten am Ablauf der Wahl mitwirken. Mit der Abholung des Mobiliars wird bereits am Wahlabend wieder begonnen. Sie sollte am Mittwoch nach dem Wahlwochenende abgeschlossen sein.
  • APA/Christina Uhl
     
     
    Mietrechtsreform, sonst Volksbegehren?
     
    Bis zur Nationalratswahl sind es noch wenige Tage, und aus Wien kommen erste Forderungen an die zukünftige Bundesregierung. Bürgermeister Michael Häupl, Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und Wohnbaustadtrat Michael Ludwig drängten Dienstagabend geschlossen auf eine Reform des Mietrechtsgesetztes in der kommenden Legislaturperiode. Sollte diese „nach angemessener Zeit“ keinen Eingang in eine Koalitionsvereinbarung finden, droht die Stadtregierung, diese mit einem Volksbegehren durchsetzen zu wollen. „Man hat uns zu lange hingehalten“, erklärte Häupl und auch Vassilakou verwies auf die Blockadehaltung der ÖVP. Teil der Mietrechtsreform soll neben einer großflächigen Abschaffung befristeter Mietverträge sowie einer Umlage der Maklergebühren auf Immobilieneigentümer eine Deckelung des Mietzinses sein. Laut einer Umfrage seien mehr als 70 Prozent der Bevölkerung dafür, betont die Vizebürgermeisterin. Mehr dazu in der Donnerstagsausgabe der „Wiener Zeitung“.
  • Die SPÖ verwendete die Software, die auch Macron und Trump zum Sieg verhalf

    Die SPÖ hat nicht nur Tal Silberstein engagiert. Offenbar beriet eine Reihe weiterer internationaler Beratungsunternehmen die Sozialdemokraten. Neben Silbersteins GCS International Limited (Israel) lieferten auch das Politberatungs- und Umfrageunternehmen Arthur J. Finkelstein (USA), NationBuilder (USA) sowie die Tectonica Studios (Argentinien) Dienstleistungen an die SPÖ zu. Dies geht aus der APA vorliegenden E-Mails und Unterlagen hervor.
    Die in den SPÖ-Dokumenten ebenfalls genannte IT-Firma NationBuilder aus Los Angeles sowie die Tectonica Studios in Buenos Aires entwickeln maßgeschneiderte Online-Tools und Web-Seiten für die Kampagnen von politischen Parteien oder Unternehmen. Die um SPÖ-Chef Kern konzipierte "Plan A"-Website wurde etwa mit der NationBuilder-Software erstellt. Tectonica hat für die SPÖ das Design der "Plan A"-Website entwickelt und die NationBuilder-Software integriert.
    Mit NationBuilder können Nutzerdaten von potenziellen Anhängern gesammelt und im Wahlkampf zur Mobilisierung und Direktansprache genutzt werden. Das Tool wird von vielen politischen Parteien und Bewegungen - von Labour bis zu Emmanuel Macron - auf der ganzen Welt genutzt. Im US-Wahlkampf wurde es etwa vom späteren Präsidenten Donald Trump eingesetzt, die Brexit-Kampagne in Großbritannien soll zur Mobilisierung ebenfalls NationBuilder verwendet haben.
  • Steuerträume und Verteilungsschäume
     
    APAweb/Getty Images
     

    Im Wahlkampf präsentieren die Parteien gerne kühne Rechnungen. Generell kritisieren Steuer- und Verteilungsexperten die Pläne der Parteien aber als zu unkonkret. Einige sind allerdings weniger schlecht als die anderen.
  • Strache gegen Kurz
     
    Die Eingangsfrage von ORF-Moderator Tarek Leitner, "Sitzt hier die nächste große Koalition am Tisch?", bleibt unbeantwortet. Strache und Kurz präsentierten sich im TV-Duell als Kanzlerkandidaten. Ihre Taktik war eindeutig nicht, mit Inhalten zu punkten; es zeigten sich kaum Unterschiede in den Positionen. Jeder der Kontrahenten wollte sich als einzig möglicher, als wahrer Problemlöser offenbaren. 
    Apa/Georg Hochmuth
     
  • Arbeitnehmer-Gleichstellung wackelt

    Österreich Politik - Nachrichten - Wiener Zeitung OnlineIm Nationalrat will man die Unterschiede zwischen Arbeitern und Angestellten beseitigen - ein Beschluss ist unwahrscheinlich.
  • Gesetzeserläuterung zum neuen Verhüllungsverbot
     
    Karikatur von Daniel Jokesch.
     
     
  • Schönes Wetter ist schlecht für die Wahlbeteiligung

    Wahlentscheidend ist die Sonne vermutlich nicht, aber sie hat offenbar einen Einfluss auf die Wahlbeteiligung.
     
    Der Meteorologe Alexander Orlik von der ZAMG hat den Schönwetter-Einfluss auf Wahlen statistisch untersucht: „Bei der Wahlbeteiligung spielen natürlich viele Faktoren mit und nur einer davon ist das Wetter. Und es ist schwierig, das je nach Region unterschiedliche Wetter am Wahltag in direkten Zusammenhang mit der österreichweiten Wahlbeteiligung zu bringen. Man muss also einige Annahmen treffen, um hier einen mathematischen Zusammenhang herstellen zu können. Ich würde das mehr als statistische Spielerei als ernsthafte Untersuchung bezeichnen. Das Ergebnis ist auf jeden Fall interessant: Für die Nationalratswahlen seit 1994 gilt, jede Sonnenstunde am Wahltag verringert die Wahlbeteiligung um 0,6 Prozentpunkte.“
  • Googles sonniger Blick auf den Wahltag.
     
  • Schönwetter-Prognose für den Wahltag!
     
     
  • Streit um die Gleichstellung der Arbeiter 
       
    SPÖ und Grüne wollen mit Unterstützung der FPÖ die sozialrechtlichen Unterschiede zwischen Arbeitern und Angestellten bei der letzten Parlamentssitzung vor der Nationalratswahl beseitigen. Wirtschaftskammer (WKÖ) und Industriellenvereinigung (IV) machen dagegen in Aussendungen mobil. Sie pochen auf die Einbindung der Sozialpartner. Diese könnten in wenigen Monaten eine für alle akzeptable Lösung ausverhandeln, meinen die Arbeitgebervertreter.
       
    Kritisch hatte sich zuletzt auch ÖVP-Chef Außenminister Sebastian Kurz geäußert, während SPÖ-Chef Bundeskanzler Christian Kern am Donnerstag das Parlament am Zug sieht. Die Causa hat auch Einfluss auf die gerade angelaufene Herbstlohnrunde, bei der die Arbeitgeber die Besserstellung der Arbeiter bei der Höhe der Kollektivvertrags-Abschlüsse berücksichtigt sehen möchten. Die Metallindustrie, die die Herbstlohnrunde einleitet, hat sich jedenfalls gestern mit den Gewerkschaften Pro-Ge und GPA nicht auf einen neuen Abschluss einigen können und bis nach der Wahl vertagt.
    WKÖ-Chef Christoph Leitl und IV-Boss Georg Kapsch betonten zwar heute, dass die Unterscheidung zwischen Arbeitern und Angestellten "nicht mehr zeitgemäß" ist und man offen für eine Angleichung sei. Aber: "Der vorliegende SPÖ-Antrag ist nicht seriös, sondern schlicht ein Anschlag auf Betriebe und Arbeitsmarkt, eine Husch-Pfusch-Aktion um kurzfristig im Wahlkampf zu punkten", so die beiden Interessenvertreter.
       
    Österreichweit gibt es 1,4 Millionen Arbeiter und zwei Millionen Angestellte. Die Unterscheidung bedeutet einen erhöhten Verwaltungsaufwand und kostet Geld. "Wir wollen diesen Anachronismus überwinden und einen einheitlichen Arbeitnehmerbegriff etablieren", hieß es dazu ursprünglich im Parteiprogramm der ÖVP. Im Kern geht es um die Angleichung der Kündigungsfristen und der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Für die Arbeiter würde der SPÖ-Vorschlag deutliche Verbesserungen bringen.
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    Grafik: Rainer Waxmann
     
     

    ÖVP ist Werbe-Kaiser

    NationalratswahlLaut Marktforscher von Focus Media Research warben die Parteien bisher insgesamt um 10 Millionen Euro.
  • Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) hält den Wahlkampf der SPÖ für "ausbaufähig", hofft aber auf eine starke Schlussoffensive, die der Partei neuerlich das Kanzleramt sichert. Foto: APA, Franz Neumayr

  • Werbeausgaben für die Nationalratswahl: Seit Jahresbeginn haben die Parteien heuer bisher nur um 15,4 Mio. Euro geworben. Auffallend ist, dass die ÖVP im Jänner, April, Mai und Juli deutlich mehr Werbung geschaltet hat als die anderen Parteien und ist somit Werbe-Kaiser.
  • Das TV-Duell von SPÖ-Chef Christian Kern und FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache am Montagabend im ORF haben bis zu 944.000 Zuseher verfolgt. Im Schnitt waren es 887.000 Zuseher bei 27 Prozent Marktanteil. Heute Abend treffen einander zum vorletzten Duell im ORF Strache und ÖVP-Spitzenkandidat Sebastian Kurz.


     

  • Lektürehinweise über die Erste Republik: "Die gescheiterte Republik" von Anton Pelinka sowie: "Eine dunkle Ära kompakt gefasst" - Emmerich Tálos und Florian Wenninger über das Austrofaschistische Österreich.
     

    Eine dunkle Ära kompakt gefasst

    Autoren - Wiener Zeitung OnlineTálos über das Austrofaschistische Österreich 1933-1938.
     

    Erst gescheitert, nun gescheiter?

    Autoren - Wiener Zeitung Online"Die gescheiterte Republik": Anton Pelinka legt ein beeindruckendes Buch über die Erste Republik vor.
  • Lobbying-Vorwurf an VP-Kandidat Dönmez 
    Als Bundesrat der Grünen hat Efgani Dönmez allen, denen "unsere demokratischen Grundwerte zuwiderlaufen und hier eine islamische Lebensform einführen wollen", in ihre Heimatländer zurückkehren sollten. Der nunmehrige ÖVP-Kandidat, der auf den fünften Listenplatz gereiht ist und deshalb gute Chancen hat, für Sebastian Kurz ins Parlament einzuziehen, sieht sich nun einem ganz anderen Vorwurf ausgesetzt: "Die Presse" berichtete in ihrer Dienstagsausgabe, Dönmez könnte für die Saudis lobbyiert haben.
    Dönmez dementierte umgehend: "Die Feststellung, dass die Bürgerinitiative oder ich selbst Lobbying für Saudi Arabien betreiben würden, ist falsch und an den Haaren herbeigezogen", erklärte Dönmez dazu in einer Aussendung.
    Der ehemalige Grün-Politiker und nunmehrige ÖVP-Mann Efgani Dönmez sieht sich als Opfer von Fake News. APA / Herbert Pfarrhofer
     
     
    Laut "Presse" habe die von Dönmez initiiertePlattform Stop Extremism massive Öffentlichkeitsarbeit gegen die Türkei, die Muslimbruderschaft sowie gegen das mit Saudi Arabien verfeindete Katar betrieben. Dies zeigten E-Mails und interne Chat-Protokolle. Dönmez habe demnach versprochen, die Türkei und Katar schlechtzumachen, die Saudis sollten hingegen gelobt werden. Darüber hinaus habe Dönmez versprochen, seine politischen Kontakte zu nutzen und in Ministerien zu intervenieren. "Türkei = Bad, Katar = Bad, Saudis = Good", zitierte die Zeitung aus einem der Chats.
    Dönmez dementierte die kolportierten Schlussfolgerungen. "In meiner gesamten politischen Arbeit bin ich immer klar und unmissverständlich gegen alle Formen des politischen Islams aufgetreten", so Dönmez. Der ÖVP-Kandidat vermutet hinter der Veröffentlichung der Vorwürfe den Kompagnon des ehemaligen SPÖ-Beraters Tal Silberstein, Peter Puller. 
  • Zwar ist der Wahltag erst am Sonntag, aber ein Gewinner steht bereits fest:

    Privatfernsehen alsWahlgewinner

    Kommentare - Wiener Zeitung OnlineZwar ist der Wahltag erst am Sonntag, aber ein Gewinner steht bereits fest: Es ist das Privatfernsehen, das sich nun endgültig als Fixpunkt in der Innenpolitik...
  • Wissen Sie schon, welcher Partei Sie am 15. Oktober Ihre Stimmen geben werden? Und sind Sie sich auch ganz sicher, dass Sie und Ihre Partei auch in den wichtigen Fragen übereinstimmen?

    Falls nämlich nicht, können Sie den Online-Wahlhelfer der "Wiener Zeitung" zu Rate ziehen. Anhand von 25 Aussagen zu allen wichtigen Themen dieses Nationalratswahlkampfs finden Sie heraus, mit welcher der bundesweit kandidierenden Parteien Sie am meisten inhaltlich übereinstimmen. Oder, ob die Partei Ihrer Wahl auch wirklich die gleichen Ansichten wie Sie vertritt.

     

    So viele Möglichkeiten wie noch nie

    Österreich Politik - Nachrichten - Wiener Zeitung OnlineMit dem Online-Wahlhelfer der "Wiener Zeitung" finden Sie heraus, mit welcher Partei Sie übereinstimmen.
  • Der laufende "heiße" Wahlkampf - und vor allem die TV-Duelle - präsentieren Österreich als ein in den Seilen hängendes, von Kleinkorruptionisten durchsetztes Land. Da stellt sich schon die Frage: Von welchem Land reden die?
     

    Besser als die Politik

    Leitartikel - Wiener Zeitung OnlineWirtschaft funktioniert absolut, nicht relativ. Das nominelle Wachstum Österreichs (also inklusive Inflation, sprich: in absoluten Zahlen) liegt heuer bei 5...
     
     
  • Bei einem Vortrag im Rahmen der "Wiener Vorlesungen" im Wiener Rathaus forderte Budenspräsident Van der Bellen die Spitzenpolitiker dazu auf, auch an die Zeit nach der Wahl zu denken. Angesichts der Herausforderungen in den kommenden Jahren brauche es für das Wohlergehen und die positive Entwicklung Österreichs ein politisches Fundament. "Dieses politische Fundament ist das Vertrauen in die Demokratie, in ihre Institutionen und ja, auch das Vertrauen in ihre Akteurinnen und Akteure. Um dieses Vertrauen zu stärken, braucht es zwischen allen politischen Parteien ein Mindestmaß an Gesprächskultur, an gegenseitigem Respekt, an Verständnis für die Sichtweise des jeweils anderen".
  • "Ausdrucksform", "super", "Kontemplation", "Kultur in der Breite", "Ausdruck der Gewohnheiten" - Die Spitzenkandidaten und ihr Kulturverständnis, zum Nachsehen. (Es fehlte: Sebastian Kurz).
     

    Das Kulturverständnis der Spitzenkandidaten / kulturMontag vom 09.10.2017 um 22.30 Uhr

    ORF TVthekWelche Aufgabe hat Kultur in der Gesellschaft? Was sind die am dringendsten notwendigen Maßnahmen in der Kulturpolitik? Fragen wie diese hat der "kulturMontag" den Spitzenkandidaten für die Nationalratswahl gestellt. Ulrike Lunacek (Grüne), Christian Kern (SPÖ), Peter Pilz (Liste Pilz), Matthias Strolz (Neos) und Heinz Christian Strache (FPÖ) haben darauf geantwortet, Sebastian Kurz (ÖVP) stand nicht zur Verfügung.
  • "Die heutigen und künftigen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse sind nämlich grundverschieden von jenen, in denen sich das europäische politische Modell einst bewährte. Seine bisherige Version bietet daher kaum Werkzeuge gegen bestimmte Probleme".
     
    Ein Gastkommentar von Thomas Nowotny, Dozent für Politikwissenschaft. Er war Diplomat und unter anderem Sekretär von Bruno Kreisky.
     

    Keine Antworten

    Gastkommentare - Wiener Zeitung OnlineDrängende Fragen, die im Wahlkampf nicht vorkommen.
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