Bundespräsidenten-Stichwahl 2016
  • 12. November 2018

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Bundespräsidenten-Stichwahl 2016

Berichte, Analysen und News zur Bundespräsidenten-Stichwahl.

    Van der Bellen mobilisierte stärker als Hofer
    Hofer hingegen profitierte vor allem von FPÖ-Stammwählern.

    Van der Bellen hat deutlich besser mobilisiert als Hofer, sowohl im Lager der Nichtwähler als auch bei den Wähler der im ersten Wahlgang ausgeschiedenen Kandidaten.
    Das geht aus der Wählerstromanalyse von Andreas Kohlsche vom Institut für Wahl-, Sozial- und Methodenforschung in Kaufbeuren hervor.

    Van der Bellens laut Hochrechnung rund 2,200.000 Stimmen inkl. Briefwahl kamen nur zu 41 Prozent von Wählern, die schon beim ersten Wahlgang für ihn angekreuzt hatten. 21 Prozent seines Stimmanteils entfallen auf Griss-Anhänger, je 13 Prozent auf Hundstorfer-Sympathisanten und Nichtwähler, neun Prozent auf Khol-Stimmen und drei Prozent wechselten von Hofer zu Van der Bellen.

    Hofers ebenfalls hochgerechnet rund 2,200.000 Stimmen setzen sich zu 68 Prozent aus treuen Hofer-Wählern von der ersten Runde zusammen, je neun Prozent kamen von Griss- und Khol-Anhängern sowie je sieben Prozent von Hundstorfer- und Nichtwählern.

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    Quotenrekord für "Julia-Wege zum Glück"?
    Alles Manipulation zu Gunsten der Telenovela. Ganz sicher ;)


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    Briefwahl : Van der Bellen überholte Hofer in Eisenstadt
    Grüner Kandidat jetzt in allen Landeshauptstädten Erster.

    In Eisenstadt hat die Auszählung der Briefwahl das Ergebnis gedreht: War am Wahlsonntag noch FPÖ-Kandidat Norbert Hofer mit 51,2 Prozent knapp voran, liegt nun Alexander Van der Bellen mit einem hauchdünnen Vorsprung auf Platz Eins.
    Van der Bellen erreichte einschließlich Briefwahl 50,34 Prozent der Stimmen, Hofer kam auf 49,66 Prozent.

    Insgesamt wurden in Eisenstadt 8287 Stimmen abgegeben, davon waren 7.994 gültig. Die Wahlbeteiligung lag bei 78,42 Prozent. Für Hofer wurden 3.970 Stimmen abgegeben,
    für Van der Bellen 4.024.
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    Internationale Pressestimmen


    Internationale Tageszeitungen kommentieren die Präsidentschaftswahl wie folgt - zur Langversion geht es hier.

    "Le Figaro" (Paris):

    "Die einfache Tatsache, dass auf den letzten Stimmzettel gewartet werden muss für die Entscheidung, birgt eine Lehre für Europa. Seine Führer sollten sich nicht zu sehr freuen, wenn Alexander Van der Bellen ihnen den Schock eines antieuropäischen Präsidenten in Wien erspart, weil fast ein von zwei Wählern immerhin einen deutlichen Warnschuss abgegeben hat. Und sie sind schlecht beraten, wenn sie eine Rückkehr des Nazismus nach Österreich ausrufen, sollte Norbert Hofer in die Hofburg einziehen.


    "Gazeta Wyborcza" (Warschau):

    Populisten gewinnen überall auf dem Kontinent an Stärke. Aber das kleine, ruhige Österreich wurde zum ersten Land, in dem es der extremen Rechten gelang, so weit zu kommen, dass sie die Hand nach der Macht ausstrecken kann. Es ist klar, dass das nicht mit dem Wahlabend endet. Österreich wird in den kommenden Jahren zum politischen Labor, in dem Methoden des Kampfes gegen Populisten getestet werden."

    "La Repubblica" (Rom):

    Jede Stimme zählt jetzt. In jedem Fall wäre auch ein Sieg für Van der Bellen ein Novum: Er wäre der erste Grüne Präsident Österreichs, der erste auch in Europa.

    "Tagesanzeiger" (Zürich):

    "Der Hass und die Gewaltfantasien, die Hofer-Anhänger in den sozialen Medien verbreiteten, lässt für die Zukunft nichts Gutes für dieses Land erwarten. Aber auch Alexander Van der Bellen ist kein großer Vermittler. Er kann die Hand ausstrecken zu den Sozialdemokraten, zu Konservativen, zu liberalen Christen. Der Draht zu den Wutbürgern fehlt."

    "Politika" (Belgrad):

    "Österreich kehrt in die ruhmlose Vergangenheit zurück, als es wegen des Bundespräsidenten Kurt Waldheim in den Hinterhof der politischen Isolation geschickt wurde. (...) Es steht fest, dass die Bundespräsidentenwahl zur allgemeinen Polarisierung der Gesellschaft in Österreich in mehrerlei Hinsicht geführt hat."

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    Mehr als jeder Vierte blieb zuhause

    96,8 Prozent, - das war einmal: Für diese Wahl wird eine Wahlbeteiligung von rund 72 Prozent prognostiziert.
    Hier sehen Sie die Entwicklung der Beteiligung seit 1951 - samt Wahlkartenprognose.


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    Van der Bellen eroberte acht Landeshauptstädte

    Wird Alexander Van der Bellen Bundespräsident, verdankt er seinen Sieg vor allem den Wählern in den Städten bzw. im Umland der großen Städte. Schon ohne Briefwahl lag er am Wahlsonntag in acht Landeshauptstädten vorne - nur in Eisenstadt nicht. Dort war Norbet Hofers Vorsprung aber so knapp, dass sich das mit Auszählung der Briefwahl am Montag noch ändern könnte.

    Drei Landeshauptstädte konnte Van der Bellen gegenüber dem 24. April "drehen": Salzburg, St. Pölten und Klagenfurt wählten diesmal mehrheitlich ihn und nicht Hofer. In Klagenfurt war Van der Bellen im ersten Wahlgang sogar nur Dritter hinter Hofer und Irmgard Griss. Linz wählte diesmal auf Anhieb äußerst klar - mit 60,5 Prozent im vorläufigen Ergebnis - den Grünen Bewerber. Im ersten Wahlgang lag zunächst Hofer knapp vorne, erst mit der Briefwahl überholte ihn Van der Bellen.

    Dies könnte jetzt auch in Eisenstadt der Fall sein: Dort liegt Hofer ohne Briefwahl mit 51,3 Prozent recht knapp vor Van der Bellen.
    Ob die Hauptstadt des - rot-blau regierten - Burgenlandes tatsächlich als einzige Landeshauptstadt für den blauen Bewerber votierte, wird Montagabend feststehen.


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    OÖ. Landeshauptmann will nie mehr Wahl ohne ÖVP-Kandidaten

    Egal wie der neue Bundespräsident auch heißen werde, der oberösterreichische
    Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) erwartet sich von ihm vor allem ,"ein Brückenbauer zu sein" - sowohl nach innen als auch nach außen. Zudem betonte er:

    "Es darf nie mehr eine Wahl geben, bei dem die ÖVP keinen Kandidaten hat."



    Das Amt des Bundespräsidenten verglich er mit einem Brückenbauer, dessen Aufgabe es nicht sei, "Minister zu entlassen. Das ist nur das allerletzte Mittel", so Pühringer. Vielmehr solle er den Zusammenhalt fördern. Und auch im Ausland dürfe man sich nicht isolieren, "das kleine Österreich braucht Verbündete", erklärte er Richtung eines neuen Bundespräsidenten Norbert Hofer.

    Zugleich wies er darauf hin, dass bei Angelobung einer neuen Regierung ein Präsident eines zu Bedenken habe: "Es gilt die Verfassung. Das Recht geht vom Volk aus und es gelten die parlamentarischen Mehrheiten". Damit spielte der Landeshauptmann auf die von Alexander Van der Bellen in Erwägung gezogene Weigerung an, eine FPÖ-Regierung nicht anzugeloben.

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    SORA: Van der Bellen überholt Hofer

    Laut aktualisierter SORA-Hochrechnung liegt Van der Bellen mit 50,1 Prozent der Stimmen vor Hofer mit 49,9 Prozent - doch noch ist alles offen.


    Eingepreist sind in diese Hochrechnung bereits erste Wiener Sprengel-Ergebnisse. Der Auszählungsgrad dieser SORA-Hochrechnung beträgt 71,8 Prozent.

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    Abstände verringern sich

    Laut SORA-Hochrechnung von 17.20 Uhr liegen die Kandidaten nun noch näher beieinander als um 17 Uhr.


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